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WebRTC-Leak-Test

WebRTC kann einer Website deine echte IP-Adresse verraten, selbst wenn ein VPN verbunden ist. Dieser Test lässt deinen Browser eine Verbindung aushandeln und meldet jede Adresse, die dabei offengelegt wird.

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TEST T-01 · läuft lokal in deinem Browser
Bereit zum Test

Was ein WebRTC-Leak eigentlich ist

WebRTC ist die Browser-Technik hinter Videoanrufen, Sprachchat und Peer-to-Peer-Dateiübertragung. Um zwei Personen direkt zu verbinden, muss jeder Browser seine eigenen erreichbaren IP-Adressen ermitteln und teilen. Das geschieht über einen Prozess namens ICE, bei dem ein STUN-Server befragt wird, der mit deiner öffentlichen Adresse antwortet.

Das Problem: Diese Ermittlung kann außerhalb deines VPN-Tunnels stattfinden. Eine Seite, die du besuchst, kann still dieselbe Aushandlung durchführen und die zurückkommende öffentliche IP auslesen — genau die Adresse, die dein VPN verbergen soll. Keine Berechtigungsabfrage, kein Download. Das ist ein WebRTC-Leak.

Für wen das wichtig ist

  • Alle, die ein VPN gezielt nutzen, um ihre echte IP und ihren Standort privat zu halten.
  • Nutzer in Netzwerken, in denen der Browser trotz Tunnel einen reflexiven (öffentlichen) Kandidaten offenlegt.
  • Privatsphäre-bewusste Nutzer, die prüfen wollen, ob ihr Setup wirklich tut, was sie denken.

Wie dieser Test funktioniert

Die Seite erstellt eine RTCPeerConnection gegen einen öffentlichen STUN-Server (stun.l.google.com), öffnet einen Wegwerf-Datenkanal und liest die ICE-Kandidaten aus, die dein Browser erzeugt. Kandidaten vom Typ srflx, prflx oder relay tragen eine Adresse, die andere Maschinen erreichen können — ist eine davon eine öffentliche IP, ist das das Leak. mDNS-verschleierte (.local) Kandidaten werden ignoriert, und Adressen aus privaten Bereichen werden als lokal gemeldet, nie als Leak. Alles läuft in deinem Browser; keine Adresse wird an einen Server geschickt, den wir kontrollieren.

Ein grünes Ergebnis heißt: Genau dieser Check hat bestanden — WebRTC hat in diesem Moment, in diesem Browser, keine öffentliche Adresse offengelegt. Es beweist nicht, dass du anonym bist: DNS, IPv6, Fingerprinting und Cookies sind eigene Kanäle mit eigenen Tests.

So behebst du ein WebRTC-Leak

Es gibt zwei ehrliche Wege, und der richtige hängt von deiner Situation ab:

1. Browser härten

  • Firefox: Öffne about:config und setze media.peerconnection.enabled auf false. Das deaktiviert WebRTC komplett — simpel, aber Browser-Anrufe funktionieren dann nicht mehr.
  • Chrome / Edge / Brave: Einen nativen Aus-Schalter gibt es nicht. Brave bietet in den Privatsphäre-Einstellungen eine WebRTC-IP-Handling-Richtlinie; Chrome braucht eine Erweiterung, die WebRTC auf deine Proxy-Adresse beschränkt.

2. Ein VPN nutzen, das das Leak auf Netzwerkebene schließt

Eine gut gebaute VPN-App verhindert, dass WebRTC deine echte Adresse je zu sehen bekommt — du musst also keine Funktion abschalten, die du tatsächlich nutzt. Das ist der wartungsfreie Weg, und deshalb verweist ein rotes Ergebnis oben auf VPNs, die WebRTC nachweislich korrekt behandeln — nicht jedes tut das.

Häufige Fragen

Heißt ein grünes Ergebnis, dass ich völlig anonym bin?

Nein — es heißt, dass genau dieses Leak nicht vorliegt. Anonymität hängt auch von DNS, IPv6, Fingerprinting, Cookies und Konto-Logins ab. Führe die anderen Tests der Suite aus, um das Gesamtbild zu sehen.

Warum zeigte der Test eine lokale Adresse wie 192.168.x.x?

Das ist eine private LAN-Adresse, nicht deine öffentliche IP — im Internet kann sie dich nicht identifizieren. Moderne Browser verbergen sie zudem hinter einem .local-Namen. Für ein Leak zählt nur eine öffentliche (reflexive) Adresse.

Ich nutze kein VPN. Betrifft mich das?

Weniger — ohne VPN sieht ohnehin jede Seite deine IP, WebRTC verrät also nichts Neues. Am aussagekräftigsten ist dieser Test, wenn du dich auf einen Tunnel verlässt, um die Adresse zu verbergen.

Warum war der Test nicht eindeutig?

Dein Browser hat keine verwertbaren ICE-Kandidaten geliefert — meist weil WebRTC deaktiviert ist, eine Erweiterung dazwischenfunkt oder eine Firewall STUN blockiert. Das ist kein Urteil in irgendeine Richtung: Mit komplett deaktiviertem WebRTC gibt es nichts, das leaken könnte — aber wir melden nur, was wir wirklich gemessen haben.

Weiter prüfen

WebRTC ist ein Weg. Diese decken die anderen ab: